Allgäu

Wohnmobil mit Hund im Allgäu

Almwiesen, Bergseen und urige Bergdörfer - das Allgäu mit Wohnmobil und Hund zwischen Voralpen und Gipfeln entdecken.

Beste Reisezeit: Juni bis September

Das Allgäu vereint auf engem Raum, was viele Reisende mit Hund suchen: sanfte Almwiesen zum entspannten Wandern, schroffe Alpengipfel für ambitioniertere Touren und dazwischen klare Bergseen, an denen sich nach einer langen Tour herrlich abkühlen lässt. Anders als die Hochalpen weiter südlich ist das Allgäu vergleichsweise zugänglich - viele Wege sind auch für weniger geübte Wanderer und ihre Hunde gut machbar, ohne dass man dafür alpine Erfahrung mitbringen muss.

Die Region reicht von den sanften Hügeln rund um Kempten und Oberstdorf bis zu den schroffen Gipfeln der Allgäuer Alpen an der österreichischen Grenze. Diese Vielfalt macht das Allgäu zu einem besonders flexiblen Ziel für eine Wohnmobilreise mit Hund: An einem Tag eine gemütliche Almwanderung mit Panoramablick, am nächsten eine anspruchsvollere Bergtour für Hund und Halter, die gerne mehr Herausforderung suchen.

Dieser Guide gibt dir einen praktischen Überblick über Anreise, eine mögliche Route, konkrete Ausflugsziele und Hinweise für unterwegs. Beachte, dass sich Regeln zu Weidevieh auf Almen, Leinenpflicht in Naturschutzgebieten oder speziellen Vorgaben auf einzelnen Stellplätzen von Ort zu Ort unterscheiden können. Informiere dich deshalb lokal, bevor du eine Route im Detail planst, insbesondere zur aktuellen Weidesituation auf den Almen, die für Hunde eine besondere Vorsicht erfordert.

Anreise & Stellplätze

Das Allgäu ist über die A7 aus Richtung Norden sowie über die A96 aus Richtung München gut erreichbar. Von Kempten aus verzweigen sich gut ausgebaute Bundesstraßen in die einzelnen Täler der Region, sodass sich auch entlegenere Ausgangspunkte für Wanderungen ohne größere Umwege erreichen lassen.

Stellplätze im Allgäu liegen häufig mit direktem Blick auf die umliegenden Berge, was allein schon einen großen Teil des Reizes der Region ausmacht. Viele Betreiber sind an Wanderer mit Hund gewöhnt, dennoch lohnt sich vor der Buchung ein Blick auf die jeweiligen Regeln zum Freilauf auf dem Gelände. In der Hochsaison im Sommer und während der Wintersportmonate sind beliebte Stellplätze rund um Oberstdorf und Immenstadt oft gut gebucht - wer flexibel reisen kann, findet in den Nebenmonaten leichter freie Plätze.

Hundefreundliche Highlights & Wanderungen

Das Allgäu bietet ein besonders dichtes Netz an Wanderwegen unterschiedlichster Schwierigkeit, von flachen Almwiesen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren.

wohnmobil mieten

Die Almwiesen rund um Oberstdorf und Bad Hindelang gehören zu den zugänglichsten und zugleich eindrucksvollsten Zielen der Region. Viele dieser Wege sind auch mit Kinderwagen oder für weniger geübte Wanderer gut machbar und bieten trotzdem spektakuläre Panoramablicke auf die umliegenden Gipfel. Für Hunde bedeuten die weiten, offenen Wiesenflächen viel Platz zum Schnüffeln - allerdings nur dort, wo keine Weidetiere unterwegs sind. Auf bewirtschafteten Almen ist grundsätzlich mit Weidevieh zu rechnen, weshalb hier eine konsequente Leinenführung Pflicht ist, unabhängig davon, wie zuverlässig dein Hund sonst auf Rückruf hört.

Wer mehr Herausforderung sucht, findet in den Allgäuer Alpen zahlreiche Gipfeltouren mit alpinem Charakter, etwa rund um das Nebelhorn oder das Hochgrat. Diese Touren erfordern gute Kondition von Hund und Halter sowie festes Schuhwerk, belohnen aber mit einigen der schönsten Ausblicke der gesamten Region. Informiere dich vor anspruchsvolleren Touren genau über den Schwierigkeitsgrad, da manche Passagen für Hunde aufgrund von Absturzgefahr ungeeignet sein können.

Ruhiger geht es in den Seitentälern abseits der bekannten Hauptorte zu. Täler wie das Ostrachtal oder das Gunzesrieder Tal bieten ähnlich schöne Landschaft wie die touristischen Hotspots, jedoch mit deutlich weniger Besucherandrang - ideal für Hunde, die lieber in Ruhe unterwegs sind.

  • Almwiesen rund um Oberstdorf sind auch für weniger geübte Wanderer gut zugänglich
  • Auf bewirtschafteten Almen gilt wegen Weidevieh grundsätzlich Leinenpflicht
  • Gipfeltouren wie Nebelhorn oder Hochgrat bieten alpines Erlebnis für konditionsstarke Hunde
  • Seitentäler abseits der Hauptorte sind deutlich ruhiger als die bekannten Ausflugsziele

Baden mit Hund an Bergseen

Nach einer langen Wanderung ist ein Bergsee für viele Hunde die schönste Belohnung. Das Allgäu verfügt über mehrere klare Bergseen, an denen je nach lokaler Regelung das Baden mit Hund möglich ist - die genauen Vorgaben unterscheiden sich jedoch von See zu See und sollten vor Ort geprüft werden, da manche Gewässer als Trinkwasserreservoir oder Naturschutzgebiet besonderen Regeln unterliegen.

wohnmobil mieten

Die Wassertemperatur in den Bergseen bleibt auch im Hochsommer meist angenehm kühl, was nach einer schweißtreibenden Bergtour für Hund und Halter gleichermaßen erfrischend ist. Achte darauf, deinen Hund nicht direkt nach einer anstrengenden Wanderung ins kalte Wasser zu lassen, sondern ihm zunächst eine kurze Abkühlphase zu gönnen.

Beste Reisezeit

Juni bis September ist die klassische Wandersaison im Allgäu und entsprechend auch die beste Zeit für eine Reise mit Hund. Die Almen sind dann bewirtschaftet, die Hütten haben geöffnet, und die höheren Wege sind in der Regel schneefrei. Der Frühsommer bringt satte grüne Wiesen und blühende Almwiesen, der Spätsommer eher trockene, stabile Wetterlagen für längere Gipfeltouren.

Im Frühling können auf höher gelegenen Wegen noch Schneereste liegen, weshalb sich diese Jahreszeit eher für die tiefer gelegenen Täler eignet. Im Winter verwandelt sich das Allgäu in eine beliebte Wintersportregion, allerdings sind viele klassische Wanderstellplätze dann geschlossen und die Bedingungen für Hunde durch Kälte, Skiverkehr und geräumte, aber rutschige Wege deutlich anspruchsvoller.

Beispiel-Route für 5–7 Tage

Eine mögliche Route führt von Kempten über Oberstdorf, Bad Hindelang und Immenstadt, mit ausreichend Zeit für Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeit.

Etappe 1: Kempten als Ausgangspunkt

Kempten bietet einen guten Startpunkt mit ruhigeren Grünflächen am Stadtrand für den ersten Eingewöhnungstag. Nutze diesen Tag, um dich und deinen Hund langsam auf das Reisetempo einzustellen, bevor die anspruchsvolleren Bergtouren beginnen.

Etappe 2 bis 3: Oberstdorf und die Almwiesen

Oberstdorf ist einer der bekanntesten Ausgangspunkte für Wanderungen im Allgäu und bietet direkten Zugang zu zahlreichen Almwiesen und Bergtouren unterschiedlicher Schwierigkeit. Plane für diesen Abschnitt mindestens zwei Tage ein, um sowohl eine gemütliche Almwanderung als auch eine anspruchsvollere Tour unternehmen zu können.

Etappe 4: Bad Hindelang und das Ostrachtal

Bad Hindelang und das umliegende Ostrachtal bieten eine ruhigere Alternative zu den stärker frequentierten Zielen rund um Oberstdorf. Die Landschaft ist ähnlich eindrucksvoll, der Besucherandrang jedoch spürbar geringer, was besonders für ruhesuchende Hunde angenehm ist.

wohnmobil mieten

Etappe 5 bis 7: Immenstadt und Rückweg

Der letzte Abschnitt führt über Immenstadt, wo sich mit dem Alpsee ein weiterer Bergsee für eine entspannte Abkühlung anbietet, bevor die Route langsam zurück in Richtung Ausgangspunkt führt. Diese Tage eignen sich gut, um offene Programmpunkte nachzuholen oder einfach einen ruhigen Ausklang der Reise zu genießen.

Praxis-Tipps mit Hund

Auf Almwiesen ist grundsätzlich mit Weidevieh zu rechnen - halte deinen Hund in der Nähe von Kühen oder Schafen konsequent an der Leine, auch wenn er sonst zuverlässig auf Rückruf hört. Gerade Weidetiere mit Jungtieren können unberechenbar reagieren, wenn sie sich durch einen Hund bedroht fühlen. Bei einer Annäherung von Weidevieh gilt die allgemeine Empfehlung, die Leine im Ernstfall eher loszulassen, damit sich Hund und Halter getrennt in Sicherheit bringen können.

Die Höhenlagen im Allgäu bringen ein Wetter mit sich, das sich deutlich schneller ändern kann als im Flachland. Nimm auch im Sommer eine wärmere Zusatzausrüstung für deinen Hund mit, falls sich das Wetter auf einer Gipfeltour unerwartet verschlechtert. Achte zudem auf die Pfoten deines Hundes, da manche Bergwege steinig und felsig sind.

  • Konsequente Leinenführung auf bewirtschafteten Almen wegen Weidevieh
  • Wetterfeste Zusatzausrüstung für spontane Wetterumschwünge in den Bergen
  • Pfotenschutz auf steinigen, felsigen Wegabschnitten prüfen
  • Ausreichend Pausen bei anspruchsvollen Gipfeltouren einplanen, gerade für weniger konditionsstarke Hunde

Essen, Trinken und kleine Pausen unterwegs

Viele Berghütten und Almgasthöfe im Allgäu sind an Wanderer mit Hund gewöhnt und bieten Außenbereiche, in denen Hunde willkommen sind - die genauen Regeln unterscheiden sich aber von Hütte zu Hütte, weshalb sich ein kurzes Nachfragen lohnt. Für längere Bergtouren solltest du immer ausreichend Wasser für deinen Hund mitnehmen, da nicht jeder Bergbach ganzjährig Wasser führt.

Regeln vor Ort immer lokal prüfen

Das Allgäu ist geprägt von vielen einzelnen Almen, Naturschutzgebieten und Gemeinden mit jeweils eigenen Regeln zu Hunden. Diese Übersicht kann solche Detailregelungen nicht für jeden einzelnen Ort abbilden. Informiere dich deshalb vor jeder Etappe kurz lokal - etwa bei der Tourist-Information, der Almverwaltung oder direkt beim Stellplatzbetreiber -, welche Regeln aktuell gelten, insbesondere zur Weidesituation auf den geplanten Almwegen.

Kleinere Bergdörfer abseits der bekannten Orte

Neben den bekannten Namen wie Oberstdorf oder Bad Hindelang lohnt sich ein Blick auf die kleineren Bergdörfer der Region, etwa rund um Balderschwang, Missen-Wilhams oder das obere Ostrachtal. Diese Orte bieten eine ähnliche Landschaft wie die touristischen Zentren, jedoch mit deutlich weniger Betrieb, gerade außerhalb der Sommerferien. Für eine Wohnmobilreise mit Hund lohnt es sich, die Route bewusst nicht nur an den bekanntesten Zielen auszurichten, sondern auch Zwischenstopps in kleineren Gemeinden einzuplanen, in denen ein Hund an der Leine kaum aus dem Alltagsbild heraussticht.

Diese kleineren Orte haben oft den Vorteil, dass sich Stellplatz und Almwanderwege in unmittelbarer Nähe befinden, sodass sich mehrere kürzere Spaziergänge über den Tag verteilen lassen, ohne jedes Mal umzuparken. Auch die zahlreichen Käsereien der Region sind einen Zwischenstopp wert - viele bieten kleine Verkostungen an, bei denen Hunde an der Leine meist willkommen sind, sofern es sich um Außenbereiche handelt.

Sehenswertes für Regentage im Allgäu

Nicht jeder Tag im Allgäu ist von blauem Himmel geprägt, gerade in einer Region, in der sich das Bergwetter schnell ändern kann. An regnerischen oder nebligen Tagen bieten sich kürzere Spaziergänge in den tiefer gelegenen Tälern an, die weniger wetteranfällig sind als die exponierten Höhenlagen. Alternativ eignen sich solche Tage gut, um die weitere Route zu planen, einen der zahlreichen Käseläden oder kleinen Hofläden entlang der Strecke zu besuchen oder einfach einen ruhigen Tag am Stellplatz mit deinem Hund zu verbringen, bevor die nächste Etappe beginnt.

Das Allgäu mit dem passenden Wohnmobil erleben

Für eine Bergreise mit Hund lohnt sich ein Wohnmobil mit gutem Grundriss für wechselndes Bergwetter, ausreichend Stauraum für Wanderausrüstung und einer zuverlässigen Heizung für kühle Nächte in den Höhenlagen. Auf Pfotentour findest du eine Auswahl an hundefreundlichen Wohnmobilen verschiedener Anbieter, mit denen sich eine Route durchs Allgäu entspannt umsetzen lässt.

Hundefreundliche Campingplätze in der Region

Ausgewählte Plätze in Allgäu, auf denen Hunde willkommen sind.

Alle Camping-Plätze ansehen

Wohnmobil für diese Reise

Hundefreundliche Wohnmobile mit Hundegarage, abwaschbarem Boden und Platz für den Vierbeiner.

Verfügbare Wohnmobile ansehen
Hundefreundliche Highlights
  • Almwanderungen mit weitem Panorama
  • Bergseen zum Abkühlen nach der Wanderung
  • Stellplätze mit direktem Bergblick
  • Ruhige Täler abseits der Allgäuer Hauptrouten
  • Käsereien und urige Hütten mit Hund willkommen